„Keine Arbeit, kein Geld!“
Der Burjate zog die Hand zurück und sagte mit tückischem Augenaufschlag:
„Ich brauche dein Geld nicht!“
Und er fügte Worte hinzu, die wir glücklicherweise nicht verstanden. Dann sahen wir ihn sein Pferd besteigen und seinem Stamme mit der Hand das Zeichen zum Aufbruch geben. Die lange Reihe der Telegas entfernte sich.
Wir baten die Mongolen um einen Führer. Einer von ihnen erbot sich dazu. Er stieg zu Pferd, und wir folgten ihm. Alle andern gaben uns das Geleite. Sie waren voll naiver Dankbarkeit und ritten in vollem Galopp um uns herum, lachend und schreiend. Einige Pferde trugen zwei Reiter, wie in Urga bei der Verfolgung des Gouverneurs.
Fahrt durch einen Nebenfluß des Iro.
Der Führer entledigte sich seiner Aufgabe mit vieler Würde. Wir durchfuhren ein wahres Labyrinth; jeden Augenblick kamen wir an Sümpfen vorbei und wandten uns in der weiten, trostlosen Ebene durch hohe Binsen und Seelilienbüschel. Die Sonne ging unter, und über die Erde breitete sich ein Schleier, der der Landschaft ein unnennbar düsteres Aussehen verlieh.
Als wir am Ende der Ebene angekommen waren, verließ uns die seltsame Reiterschar und zerstreute sich. Der Führer zeigte uns noch bereitwillig einen Weg, der das Gebirge umging. Als er uns verließ, war es beinahe Nacht. Sein Pferd zitterte vor Müdigkeit. Nachdem er sich von uns verabschiedet und uns nochmals für die erhaltene Belohnung gedankt hatte, streckte sich der Mann auf dem Rasen aus.