„Ich meine, daß man das Rad in eine Badeanstalt schicken, eine Zelle mieten, das Rad in das Bassin stellen und morgen wieder herausholen sollte. Es wird dann so fest sein, daß nichts ihm mehr etwas anhaben kann. Lassen Sie das Rad auf eine Droschke laden, und ich gebe dem Kutscher die Adresse.“

So vollzog sich die gewiß nicht allzu gewöhnliche Tatsache, daß ein krankes Rad in eine Badeanstalt gebracht wurde, um sich dort einer hydrotherapeutischen Kur zu unterziehen.

Am nächsten Morgen um 4 Uhr hatte das Rad seinen anstrengenden Posten wieder eingenommen.

„Wie steht es?“ fragte ich Ettore, indem ich mit dem Finger auf das Rad wies.

„Ausgezeichnet“, erwiderte er zufrieden. „Es ist wieder fester geworden.“

Trügerischer Schein! Schwere Krankheiten täuschen bisweilen eine plötzliche Besserung vor. Unser armes Rad lag im Sterben. Wenige Stunden später waren wir die trauernden Hinterbliebenen!

Neunzehntes Kapitel.

Von der Kama zur Wolga.

Automobil, Milch und Eier. — Ein Unwetter. — Das Rad bricht. — Es wird wiederhergestellt. — Ein Dorf in Schrecken. — Schaden an den Bremsen. — Kasan.