Nach Beilegung eines Streites über die Erbschaft der Aldobrandini nahm Fürst Paolo Maria Borghese im Jahre 1769 das Wappen und die Titel dieses Geschlechtes an. Seit jener Zeit gebührt der Titel eines Fürsten Aldobrandini der Sekundogenitur der Familie Borghese. Unter den Besitzungen des Hauses ist die Villa Borghese in Rom besonders berühmt.
Napoleon I. übertrug seiner Schwester Marie Pauline, der Gemahlin des Fürsten Camillo Borghese, durch ein kaiserliches Dekret vom 30. März 1806 das Herzogtum Guastalla, entzog es ihr aber wieder zwei Monate später.
Fürst Scipione (Luigi Marcantonio Francesco Rodolfo) Borghese ist am 11. Februar 1871 auf Schloß Migliarino bei Pisa geboren. Er ist der zweite Sohn des Fürsten Paolo und der ungarischen Gräfin Helene Apponyi von Nagy-Apponyi, der Tochter des verstorbenen Grafen Rudolf Apponyi, des ehemaligen österreichisch-ungarischen Botschafters in Paris. Großmutter des Fürsten Scipione von väterlicher Seite war die Fürstin Therese de La Rochefoucauld.
Fürst Scipione verheiratete sich 1895 in Genua mit der Herzogin Anna Maria de Ferrari, Tochter des verstorbenen Herzogs Gaetano. Er hat zwei Töchter von 10 und 6 Jahren, die beide in Paris geboren sind.
Für die letzte Legislaturperiode wurde er im Wahlkreise Albano Laziale in das italienische Parlament gewählt; er erklärte jedoch vor Antritt der Fahrt Peking–Paris, auf sein Abgeordnetenmandat zu verzichten. Er gehört der radikalen Partei an und ist Mitdirektor des „Spettatore“, des offiziellen Organs dieser Partei.
Anhang II.
Das Automobil.
Zum Schlusse geben wir den Technikern einige Einzelheiten über das Automobil, mit welchem die Fahrt Peking–Paris gewonnen wurde.