Der Itala-Wagen, den die Itala-Werke für den Fürsten Scipione Borghese gebaut hatten, war von normalem Typ, Modell 1907, und 29/50 Pferdekräfte stark. Die Veränderungen, die für den speziellen Zweck an diesem Modell vorgenommen wurden, waren ganz unbedeutend. Im folgenden geben wir eine Beschreibung des Automobils, indem wir zugleich das Verhalten der einzelnen Maschinenteile während dieser Probefahrt, die notwendig gewordenen Reparaturen und den Zustand des Automobils nach Beendigung der Fahrt schildern.
Der aus vier Zylindern paarweise gegossene Itala-Motor von 130 Millimeter Zylinderbohrung und 140 Kolbenhub ist vom gewöhnlichen Typus mit auswechselbaren symmetrischen Ventilen und Magnetzündung (Niederspannung), sowie mit einer den Itala-Motoren eigentümlichen Abreißvorrichtung (Patent Itala). Der Vergaser arbeitet durchaus automatisch und ist gegen Temperatur- und Druckveränderungen fast unempfindlich. Er ist durch eine sehr kurze Rohrleitung mit dem Motor verbunden, um jede Kondensation des Gases zu verhindern.
Diese Anordnung des Rohres in Verbindung mit dem Itala-Vergaser gestattete die Benutzung selbst eines sehr schweren Benzins.
In der Tat kaufte Fürst Borghese, als in einem Depot das von ihm gewöhnlich benutzte Benzin nicht zur Verfügung stand, ohne weiteres an Ort und Stelle ein Gemenge von Kohlenwasserstoffen, das viel mehr Ähnlichkeit mit Petroleum als mit Benzin für Automobile hatte. Zu seiner Überraschung konnte er feststellen, daß das Funktionieren des Motors darunter nicht litt, nur war natürlich die Leistungsfähigkeit ganz gering herabgesetzt, jedoch ohne Nachteil für den regelmäßigen Gang des Motors selbst. Der Benzinverbrauch betrug im Durchschnitt ⅓ Liter auf den Kilometer.
Die Zapfenlager der Motorwelle und der Kurbelstangen waren aus weißem Antifriktionsmetall.
Die ganze Motorwelle hing am oberen Teile des Gestelles, so daß man bei dieser Anordnung den unteren Mantel des Motors entfernen und den Zustand der Lager und des Kurbelwerkes bequem untersuchen, sowie bei Bedarf ihre Einstellung leicht regulieren konnte. Da diese Lagerungen und die Kurbelstangenköpfe Präzisionsarbeiten und reichlich geölt waren, so brauchte die untere Kappe des Wagens des Fürsten Borghese nur in Moskau herabgenommen zu werden; dort wurden auch alle Teile des Wagens untersucht. Es stellte sich dabei heraus, daß die Lagerungen der gekröpften Welle ganz unversehrt waren, und daß nur diejenigen der Kurbelstangen ein ganz geringes Spiel aufwiesen, was leicht und ohne die Bronzelager zu wechseln behoben werden konnte.
Die Kuppelung war eine Lamellenkuppelung von besonderer Anordnung, infolge deren eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit vorhanden war. Während der ganzen Fahrt verursachte sie tatsächlich nicht das geringste Hindernis; man nahm sie in Moskau heraus und montierte sie aufs neue, ohne daß eine einzige Scheibe gewechselt zu werden brauchte.
Der Geschwindigkeitswechsel hatte vier Vorwärtsübersetzungen und eine Rückwärtsübersetzung; der vierte Gang hatte direkte Einschaltung. Er war aus widerstandsfähigstem Nickelmaterial gebaut, welches man bei den Itala-Wagen für alle jene Teile benutzt, die die meiste Arbeit zu verrichten haben. Der Geschwindigkeitswechsel in dem Wagen des Fürsten Borghese blieb während der ganzen Fahrt unberührt, trotzdem war bei der Ankunft alles noch wie neu. Dasselbe war auch bei den Kardanwellen der Fall, sie waren fast gar nicht angegriffen.