Im Sumpflande bei dem Dorfe Schau-huai-huan.
In der Nähe des Dorfes stand die Straße unter Wasser. Zur Rechten und Linken dehnten sich von hohen Dämmen umgebene und trotzdem ebenfalls überschwemmte Reisfelder aus. Es gab keine Wahl; wir mußten durch. Unsere Leute entblößten ihre Beine und wateten in den Pfuhl hinein. Der Übergang schien trotz seiner Länge gut vonstatten zu gehen. Hoffnungsvoll maßen wir mit den Augen die Entfernung bis zum trockenen Lande. Noch zwei Minuten, und wir waren in Sicherheit. Das Wasser gurgelte unter unseren Schritten.
Mit einem Male blieb das Automobil stehen.
„Vorwärts, vorwärts!“ rief Ettore.
„Dummköpfe!“ riefen wir, „gerade in diesem Augenblick ausruhen zu wollen!“
„Weiter, weiter! Eine Rast ist jetzt verhängnisvoll. Wir versinken!“
Die Automobile im Hofe der Russisch-Chinesischen Bank in Kalgan.
Aber die armen Chinesen hatten nicht freiwillig haltgemacht. Sie begriffen die Gefahr sehr wohl. Sie zogen aus Leibeskräften und schrien vor Aufregung. Die drei Tiere stemmten die Hufe unter einem Hagel von Peitschenhieben ein und streckten ihre mageren Hälse vor. Die Seile waren gespannt, das Chassis ächzte. Vergebens. Die Maschine schien festgenagelt zu sein. Mehrmals wurde der Versuch, sie zu bewegen, wiederholt, bald langsam, bald heftig, in jeder Weise. Man mußte andere Mittel ausfindig machen. Wir schickten uns an, Ketten um die Bäume zu schlingen und Taue zu benutzen. Die Chinesen aber, die mit ihren nackten Füßen auf dem Grunde des Wassers hin und her tasteten, fühlten, daß die Räder an etwas gestoßen hatten. Pietro berichtete es uns.