„Soldaten vom Mandarin von Hsin-wa-fu“, sagte er.

„Was wollen sie?“

„Sie kommen auf Befehl des Mandarinen, um uns anzusehen.“

Nachdem die Briganten uns betrachtet hatten, stiegen sie wieder zu Pferde und verschwanden.

Wir machten uns wieder auf den Weg. Nach kurzer Zeit nahm uns das Gebirge von neuem auf.

Zwei Felsbastionen mit einer Unzahl rötlicher Klippen kamen uns immer näher. Noch zwei Pässe! Und von neuem steile, sich zwischen den Steinblöcken hindurchschlängelnde Pfade.

Der Weg war der schlechteste von allen, die wir bisher zurückgelegt hatten. Wir hatten nicht sowohl mit der Schwierigkeit steiler und tiefer Abhänge zu kämpfen wie auf dem Lien-ya-miao, als vielmehr mit den uns von den rauhen, nackten Felsen entgegengestellten Hindernissen. Wir zogen über durchlöcherte Blöcke, Erhöhungen, Spalten, Zacken hinweg. Die Strömung des Wassers, der Huf der Maultiere und der breite Fuß der Kamele hatten in vielen Jahrhunderten kaum die gröbsten Unebenheiten auf dem engen Gebirgspfade geglättet. So langsam und vorsichtig das Automobil auch gezogen wurde, es schwankte fortwährend bei den Unebenheiten des Bodens, blieb bald mit dem einen, bald mit dem andern Rade stecken, rollte infolge der Höckerigkeit der Steine sprungweise zurück, versank mit den Radfelgen in tiefe Spalten. Und voller Besorgnis vernahmen wir das metallische Klirren des von dem Ziehen mitgenommenen Chassis, das leise Knarren des Holzes an den Rädern, eine Menge von dumpfen Tönen, die ich weiß nicht von welchem Teile der Maschine herrührten, das leise, kaum vernehmbare Klagen des Stahls, das von der Tätigkeit zerstörender Insekten hervorgebracht zu sein schien. Alle Verbindungen des Automobils erlitten eine Spannung, für die sie nicht bestimmt waren, und jene Geräusche kündigten unendlich kleine Verschiebungen, minimale Abweichungen an, die aber doch der Beginn einer verhängnisvollen Veränderung sein konnten! Es war das Skelett der Maschine, welches litt, welches ermüdete, und die Müdigkeit der Maschine wird durch kein Ausruhen geheilt.

An manchen Stellen war jeder Schritt ein Problem. Ettore ging zu Fuß voran, um die nächste Straßenstrecke besser beurteilen zu können; die Haut an seinen Händen war von dem Steuerrade abgescheuert, das über und über zitterte und der Kraft der Arme nicht gehorchte.

Mit einem Male lassen zwei Kulis schreiend das Seil los und fangen an sich zu raufen.