Da endlich nahm er sie hochaufatmend in seine Arme und tanzte mit ihr.

Die Seide ihres Gewandes knisterte leise auf und der Duft ihrer Jugend wehte ihm entgegen.

Bebend fühlte er ihren ruhevollen Tanz und ein sorgloses Vertrauen durch ihre Haltung gehen.

Das erste Umfangen dieses jungen Leibes und dessen leichtes Folgen jeder seiner Bewegungen hatten in ihm ein wildes Entzücken, ein berauschendes Präludium seines Besitzes ausgelöst.

»Estella!« stöhnte er auf. Das eine Wort schrie in ihre Seele um Liebe, um Hilfe.

Er hatte sie mit sich fortgezogen aus dem Gedränge, hin wo die köstlichen Anlagen in einen natürlichen Wald übergingen. Dort war es dunkel und einsam um sie und dort legte er seine Arme schmerzend schwer auf ihre beiden Schultern und sein heisser Atem strich verwirrend über sie hin – und kaum noch fühlte sie es, dass seine brennenden Lippen lechzend und unstillbar auf ihrem Antlitz lagen. – –

Später sind sie wieder zu den andern gegangen, haben getanzt und gesungen, doch sie wussten es kaum. Das Fest der Künstler rauschte eine verschwommene Melodie zu dem Feste ihrer Liebe. –

Jetzt ward ihr Schifflein abgestossen vom Ufer und den stürmenden Wellen vertraut.


Es kamen Tage voll heissen Glücks. Makassy umgab Estella mit wahrhaft fanatischem Kult und sie schritt durch alle diese Gaben hindurch stolz und zaghaft wie eine junge Königin.