Sie hatten sich wieder von einander entfernt.

Brand war stehen geblieben und vertiefte sich in die jungen, hellgrünen Ansätze eines Tannenbaumes und wunderte sich, dass dieselben in seinem Garten noch nicht so weit waren. Dass sie in des Pastors Garten zum Beispiel zurück waren, beunruhigte ihn nicht. »Ein Garten ist eben kein Wald« hatte er neulich erst begütigend zu ihm gesagt. Aber sein Garten, – das war schliesslich doch etwas anderes.

Die beiden anderen waren weitergegangen. Makassy, der dieses Einhängen des Mädchens in Onkels Arm misslaunig beobachtet hatte, liess es rauh an: »Suchst Du Zuflucht? – Du gehörst zu mir, wisse das!«

Da war sie ganz nahe zu ihm getreten und stellte sich wohlig an die leichtentflammte Glut dieser Leidenschaft.

»Küsse mich,« herrschte er sie an und riss sie mit wilder Geste an sich und sich aufreckend fuhr er fort:

»Initiative, Weib! Ich dürste darnach!«

»Siehst Du«, rief sie in wachsendem Schmerz, »siehst Du, ich bin nicht der mächtige Baum geworden – ich bin verbildet und verschnitten – verstümmelt bin ich – –«

Aber er hörte ihre Worte kaum, er hatte sich berauscht und vergessen an der Nähe ihres blühenden Leibes und küsste sie ..... küsste sie .....

Bei ihr führte der Weg von innen heraus; langsam, Schritt um Schritt.

»Vergiss mich nicht, wenn Du mich an Dein Herz nimmst!!« rief sie erschrocken.