„Da haben Sie die Wahrheit gesagt, lieber Wanja,“ freute sich Arina Dmitrijewna, „und urteilen Sie auch niemals darüber: es steht auch geschrieben: ‚Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet‘.“

„Nun, es gibt Leute, die richten nicht und werden doch gerichtet,“ warf Sorokin hin und erhob sich vom Tische.

*

Auf der Anlegestelle und auf dem Dampferstege waren nur die Hökerinnen zurückgeblieben, die Semmeln, Fische, Himbeeren und saure Gurken feil hatten; die Lastträger in bunten Hemden standen ans Geländer gelehnt und spien ins Wasser, und Arina Dmitrijewna, die den alten Sorokin auf den Dampfer begleitet hatte, setzte sich neben Marja Dmitrijewna in der breiten Jagddroschke zurecht.

„Wie haben wir nur die Kuchen vergessen können, Marja? Prochor Nikititsch liebt sie so zum Tee.“

„Ich habe sie ja an die sichtbarste Stelle gelegt und hernach ist’s doch zu nichts nütze gewesen.“

„Du hättest doch daran erinnern können, Parfjon!“

„Wie sollte ich denn? Wenn Sie sie irgendwo draussen vergessen hätten, würde ich schon gerufen haben, aber in die Zimmer bin ich doch nicht hineingegangen,“ rechtfertigte sich der alte Arbeiter.

„Iwan Petrowitsch, Sascha! Wohin geht ihr denn?“ rief Arina Dmitrijewna den jungen Leuten zu, die schon die Höhe hinaufzusteigen begannen.

„Wir gehen zu Fuss, Mamachen, auf dem Fusswege kommen wir noch früher an als ihr.“