„Entschuldigen Sie, ich habe Sie gestört,“ sagte Marja Dmitrijewna eintretend, „ich habe Ihnen einen ledernen Rosenkranz gebracht, wie wir Altgläubigen sie gebrauchen, packen Sie ihn in Ihren Koffer.“
„Ah, schön.“
„Was lasen Sie da?“ fragte Marja Dmitrijewna, die zögerte, hinauszugehen. „Ich dachte mir, ob es nicht das Andachtsbuch ist, aus dem Sie lesen.“
„Nein, es ist ein Stück, ein englisches Stück.“
„So? und ich dachte es sei das Andachtsbuch. Die Worte konnte man nicht verstehen, aber man hörte, dass Sie etwas mit Ausdruck lasen.“
„Habe ich denn laut gelesen?“ wunderte sich Wanja.
„Wie denn sonst? . . . Ich lege den Rosenkranz auf das Regal . . . Gute Nacht.“
„Gute Nacht.“
Und Marja Dmitrijewna entfernte sich lautlos, nachdem sie die Lämpchen vor den Heiligenbildern in Ordnung gebracht hatte, und schloss leise, aber fest, die Tür hinter sich. Wanja sah erstaunt, als sei er eben erwacht, auf den Schrank mit den Heiligenbildern, auf das Lämpchen davor, die mit Eisen beschlagene Truhe in der Ecke, das aufgemachte Bett, den festen Tisch am Fenster mit den weissen Gardinen, hinter denen man den Garten und den gestirnten Himmel sehen konnte. Dann klappte er das Buch zu und verlöschte das Licht.
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