„Jetzt werden in Rom, Pompeji, in Asien interessante Ausgrabungen gemacht und man hat dort neue literarische Erzeugnisse der Alten gefunden.“ Und der Grieche sprach lange mit glänzenden Augen, die Mütze wieder ins Gras werfend, von seinen Träumen, Plänen, Genüssen, und Wanja blickte traurig in das strahlende lebenbewegte hässliche Gesicht des kleinen kahlköpfigen Lehrers.

„Ja, das alles ist interessant, sehr interessant,“ murmelte er träumerisch vor sich hin, als jener seinen Bericht schloss und eine Zigarette anrauchte.

„Sie bleiben bis zum Herbste hier?“ fragte plötzlich Daniil Iwanowitsch.

„Wahrscheinlich. Ich will nach Nishni zur Messe,“ gestand Wanja, als schäme er sich der Nichtigkeit seiner Pläne.

„Sind Sie zufrieden? Sind diese Sorokins interessante Leute?“

„Sie sind ganz einfache, aber gute und treuherzige Menschen,“ antwortete Wanja und dachte mit Feindseligkeit an sie, die ihm plötzlich so fremd geworden waren. „Ich habe es langweilig, sehr langweilig! Wissen Sie, es gibt niemand, der einen mit seiner Begeisterung anstecken könnte, oder auch nur fähig wäre einen bloss zu verstehen, die geringste Bewegung der Seele zu teilen,“ entrang es sich plötzlich Wanja, „hier nicht und vielleicht auch in Petersburg nicht.“

Der Grieche schaute ihn scharf an.

„Smurow,“ begann er etwas feierlich. „Sie haben einen Freund, der befähigt ist die höchsten Wallungen des Geistes zu schätzen, und bei dem Sie immer Sympathie und Liebe finden können.“

„Ich danke Ihnen, Daniil Iwanowitsch,“ sagte Wanja, dem Griechen die Hand hinstreckend.

„Keine Ursache,“ antwortete der, „um so weniger als ich eigentlich nicht von mir sprach.“