„Augenscheinlich ohne sonderlichen Erfolg.“

*

Sie gingen über den geraden Gartenweg, über einen Rasenplatz und an Beeten mit in der Dämmerung verschwimmenden Blumen vorbei zur Terrasse; der weissliche Nebel zog sich hin, als liefe er ihnen nach, um sie einzuholen: irgendwo schrien junge Eulen; im Osten leuchtete flimmernd ein strahlender Stern durch den sich rosa färbenden Nebel, und die erleuchteten Fenster des alten Hauses vor ihnen flammten ungewöhnlich und sonderbar, bereits den Widerschein des Morgenhimmels in ihren Scheiben spiegelnd. Ugo hatte aufgehört, sein Quartett vor sich hinzupfeifen und rauchte schweigend eine Zigarette. Als sie an der Terrasse vorübergingen, hörte Wanja deutlich Russisch sprechen und blieb stehen.

„Sie werden also noch lange in Italien bleiben?“

„Ich weiss nicht, Sie sehen ja, wie schwach Mama ist; aus Neapel werden wir nach Lugano gehen, aber wie lange wir dort bleiben werden, weiss ich nicht.“

„So lange werde ich Sie nicht sehen, Ihre Stimme nicht hören dürfen . . .“ begann eine männliche Stimme. — „Vielleicht vier Monate,“ unterbrach sie hastig eine weibliche. — „Vier Monate!“ wiederholte, wie ein Echo, die erste. — „Ich glaube nicht, dass Sie sich langweilen werden . . .“

Sie schwiegen als sie die Schritte von Wanja und Orsini sich nähern hörten, und in der Morgendämmerung konnte man nur undeutlich die Gestalt einer sitzenden Frau und die eines neben ihr stehenden, nicht sehr hohen Mannes unterscheiden.

Als sie den Saal betraten, aus dem ihnen die etwas drückende Wärme des mit Menschen gefüllten Raumes entgegenschlug, fragte Wanja Ugo:

„Wer waren diese Russen?“

„Anna Blonskaja und einer von euren Künstlern, ich komme eben nicht auf seinen Namen.“