„Wohin reisen sie denn? Sieht er denn gar nichts? Ah, diese Canaille, diese Canaille!“

Die Cybò hob den Schleier, sie sah blass und herausfordernd aus, und wies stumm dem Träger den Platz, wohin er die Sachen stellen sollte, dann legte sie ihre Hand auf den Arm ihres Begleiters, als ergriffe sie Besitz von ihm.

„Sehen Sie da — die Blonskaja! Wie sie es bloss erfahren hat. Ich beneide weder sie noch die Cybò,“ flüsterte M-me Monier, während die andere Frau, die ganz in Grau gekleidet war, schnell auf den Künstler und seine Begleiterin zuging. Der Künstler sass mit dem Rücken zu ihr und konnte sie nicht sehen, die Cybò starrte bewegungslos mit ihrem Nixenblick vor sich hin. Als die Blonskaja dicht vor beiden stand, sagte sie leise auf russisch:

„Sergej, wohin und weshalb reisen Sie? Und weshalb ist das ein Geheimnis für mich, für uns alle? Sind Sie denn nicht unser aller Freund? Es ist einerlei, ich weiss . . . ich weiss, dass das Ihr Untergang ist! Vielleicht trage ich selbst Schuld daran und kann etwas wieder gutmachen?“

Die Cybò starrte die Blonskaja bewegungslos an, als sei sie blind und sähe sie nicht.

„Vielleicht hält es Sie zurück, wenn ich Sie heirate? Dass ich Sie liebe, wissen Sie.“

„Nein, nein, ich will nicht!“ stiess er grob hervor, als befürchte er nachgeben zu können.

„Kann denn hier wirklich nichts helfen? Ist das denn wirklich unabwendbar?“

„Vielleicht. Vieles geschieht zu spät.“

„Sergej, kommen Sie zu sich! Kehren Sie zurück, es wird ja nicht nur der Künstler in Ihnen zugrunde gehen, sondern Sie selbst richten sich zugrunde.“