„Wenn ich die Gräfin Pasqua nach Hause begleitet haben werde, kehre ich sofort zu Euch zurück, Signor.“

„Was gibt es da allerhand Abenteuerinnen zu begleiten!“ schrie der Alte, seinen pelzverbrämten Rock zusammenraffend, während ich, zu einer Rauferei bereit, die Hand an den Griff meines Degens legte.

„Ich bitte Euch, mein Vater, daran zu denken, was Ihr saget.“

„Still geschwiegen! Ich, dein Vater, der dich erzeuget hat, befehle dir: lass ab von ihr!“

Pasqua schmiegte sich an mich, Giuseppe entgegnete erbleichend:

„Ich flehe Euch an, Vater, keine Befehle zu erteilen, die ich, wie Ihr im voraus wisset, nicht erfüllen werde.“

„Wie?“ rief der Alte aus, und eine Flut von Schimpfworten ging auf seinen Sohn nieder. Die jüdischen Flüche, der genuesische Akzent, die Schnelligkeit und Leidenschaftlichkeit der Rede, das halborientalische Gewand und der hohe Wuchs des alten Goldschmiedes und wir, verlegen dem Alten gegenüberstehend, das alles zog die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden an. Pasqua, die in Ohnmacht zu fallen drohte, flüsterte Giuseppe zu:

„Gebt nach, verlasset uns. Später . . . morgen . . . ich bin die Eure . . . für immer.“ Spaladetti flammte auf und sagte laut:

„Ich werde das nicht vergessen, Gräfin!“ Hierauf trat er an den Alten heran, fasste ihn am Ärmel und murmelte:

„Gehen wir, Vater, ich bin bereit.“