„Betrifft sie Sergej Pawlowitsch?“
„Vielleicht.“
„Gut, aber vergiss nicht, dass er nicht besonders liebt, sich mit euch Weibern abzugeben.“
„Nein, Kostja, versprich mir!“
„Na, schön, ich hab’s doch schon versprochen! Also!“
„Ich sage dir’s heute abend,“ erwiderte Nastja, ihrem Bruder in die unruhigen Augen blickend, die wie ihre eigenen, braun und gesprenkelt waren.
„Na, schön, also heute abend,“ meinte der Student sorglos, erhob sich und ordnete wieder den Schal, den das ebenfalls aufgestandene junge Mädchen freigelassen hatte.
Aber die Strahlen der Abendsonne trafen die zarten Rosen nicht mehr, denn Nastja, die ins Nebenzimmer gegangen war, trat ans Fenster und sah für das rötliche Licht undurchdringlich, wie vorher, auf die schneebedeckte Strasse hinaus, bis das elektrische Licht aufgedreht wurde.
*
Heute kann man den ganzen Tag keine Ruhe finden, so wird durch mein Zimmer hin- und hergelaufen! Und ich begreife nicht wozu man bloss solche Vorstellungen veranstaltet! Ein ganzer Schwarm von jungen Mädchen und Männern; das war eine Unruhe, ein Schreien, Laufen, man rief nach Arbeitern, die irgendetwas absägen sollten; Möbel, Kissen, Stoffe wurden herangetragen; es ist nur gut, dass sie aus meinem Zimmer nichts genommen und meinen Schal nicht fortgeschleppt haben! Endlich wurde alles still und in der Ferne begann man Klavier zu spielen. Der General und Paula Petrowna kamen leise herein und setzten sich nebeneinander auf mich; die alte Jungfer fuhr fort: