„Es würde ein Familienunglück sein, wenn sie ihn lieben sollte. Denk bloss: ein Knabe ist er noch, und was für einer ausserdem: ohne Namen, ohne Vermögen, ohne Talent . . .“
„Ich glaube, du übertreibst stark, ich habe nichts bemerkt . . .“
„Bemerken denn Männer solche Dinge? Ich aber werde jedenfalls immer dagegen sein!“
„Ich glaube, es wird auch gar nicht so weit kommen, dass man dafür oder dagegen zu sein brauchen wird.“
„Er ist ein ganz sittenloser Mensch: Du weisst was man von ihm spricht? Ich bin überzeugt, dass er es auch ist, der Kostja verdirbt. Nastja ist ein Kind, sie versteht noch nichts . . .“ regte sich die alte Dame auf.
„Nun, meine Beste, über wen wird nicht gesprochen? Höre doch bloss was über Kostja geklatscht wird! Und ich weiss nicht, vielleicht ist auch etwas wahr an diesen Geschichten. Das geht mich nichts an. Vor Klatsch bewahrt einen höchstens das Alter, wie deins und meins! . . .“
Paula Petrowna wurde dunkelrot im Gesicht und bemerkte kurz:
„Mach was du willst. Ich habe dich gewarnt und ich selbst werde schon aufpassen! Nastja ist auch mir keine Fremde!“
Da trat Nastja selbst ins Zimmer; sie war schon in ihrem himmelblauen, gelbgestreiften Kostüm und trug einen gelben Turban auf dem Kopfe.
„Papa,“ wandte sie sich hastig an den General, „warum sehet Ihr Euch nicht die Probe an?“ und fuhr, ohne die Antwort abzuwarten, fort: „Gib doch unserm König deinen Ring, er hat so einen riesigen Smaragd!“