„Diesen?“ fragte der General und wies auf einen alten Fingerring von selten schöner Arbeit und mit einem dunklen Smaragd, der die Grösse einer Stachelbeere hatte.

„Nun ja!“ antwortete sorglos das junge Mädchen.

„Nastja, du weisst nicht worum du bittest!“ mischte sich die Tante hinein, „den Familienring, von dem Maxim sich niemals trennt, für das Drunter und Drüber eurer Spielerei hergeben, damit ihr ihn im Handumdrehen verliert! Du weisst doch, dass dein Vater den Ring niemals vom Finger nimmt!“

„Für ein, zwei Mal; wie sollte er denn aus dem Zimmer verschwinden, selbst wenn er vom Finger fiele?“

„Nein, Maxim, ich erlaube dir auf keinen Fall den Ring vom Finger zu ziehen!“

„Du siehst, Tante Paula erlaubt mir’s nicht!“ sagte der General mit verlegenem Lachen.

Nastja ging unzufrieden ohne den Ring aus dem Zimmer und Paula Petrowna begann ihren Bruder zu trösten, dem seine betrübte Tochter leid tat.

Der Lärm und das Gelaufe gingen wieder an; man legte die Kostüme ab, dann begann das Abschiednehmen.

Herr Pawilikin blieb lange bei uns. Als er mit Kostja in mein Zimmer kam, war es schon gegen vier Uhr morgens. Sie blieben stehen und küssten sich zum Abschiede. Sergej Pawlowitsch sagte verlegen:

„Du kannst dir keine Vorstellung machen, Kostja, wie froh ich bin! Aber es ist mir so unangenehm, das es gerade heute dazu kam, nachdem du mir dieses Geld gegeben hast! Du kannst dir, weiss der Teufel, was für eine Gemeinheit denken . . .“