— Ungeziefer! — dachte Mishujew mit jähem Anfall ekelnden Zornes und sah dem Verkäufer starr in die Augen. Der schrumpfte sichtlich zusammen, wurde dünner und kleiner. Fast eine Minute lang dauerte dieses eigentümliche grausame Spiel, das Mishujew krankhafte Befriedigung verschaffte. Er bemerkte, daß das Knie des Verkäufers, von einem zu engen Beinkleid umschlossen, zitterte.
... Übrigens, dachte Mishujew mit der früheren trüben Schwermut weiter, ... wenn ich selber der Kommis wäre, so würde die da und ähnliche andere ihm gehören, und ich müßte ihr wie ein Sklave verstohlene Blicke zuwerfen.
Er wendete sich ab. Alles wurde ihm zuwider: dieses Gesindel, das vor ihm auf dem Bauche rutschte, und diese Frau, die erst gestern von einem rohen Wort verletzt war und ins Wasser gehen wollte, und sich heute wieder von dem armseligen Vergnügen des Geldausgebens bis zur Selbstvergessenheit fortreißen ließ.
„Bist du bald fertig? ... Gehen wir doch!“ sagte er und erhob sich.
„Ja, ja, ich bin schon fertig. Ich habe mich schon entschlossen!“ beeilte sich Maria Sergejewna zu antworten. „Schicken Sie mir diesen ... nein, nein, den da, ... den mit dem hellblauen!“ warf sie hin, während sie sich nach Mishujew umsah, der wie eine schwarze Masse in der hellen Türöffnung stand.
„Gehen wir, bleiben wir ein wenig in den Anlagen,“ sagte sie, als sie in die Sonne heraustraten und auf allen Seiten von warmer, reiner Luft und fröhlichem Lärm empfangen wurden.
„Gut,“ Mishujew willigte vollkommen gleichgültig ein.
Sie hatten, den Equipagen ausweichend, schon die Straße überschritten, als er laut angerufen wurde.
„Fjodor Iwanowitsch! warten Sie einen Augenblick!“
Am Trottoir hielt ein glänzendes Automobil, und hinter drei Damen, die einem Strauß von Spitzen und Blumen glichen, streckte ein strahlender, schneeweißer Herr einen hellgelben Handschuh hervor und winkte.