„Nun, welchen also? Sprich doch!“ fragte sie nochmals, und schon klang in ihrer Stimme die eigentümliche Nuance geheimer Bitten wieder, als flehe sie ihn um Schonung an.
„Nimm alle,“ antwortete Mishujew, der an etwas anderes dachte, gleichgültig.
Sie lachte; alle Verkäufer und Verkäuferinnen lächelten entzückt. Einer brüllte über den Einfall des Millionärs laut auf.
Mishujew sah ärgerlich die lachenden Gesichter an, er zog die Augenbrauen zusammen. Sofort wurden alle ernst, und Mishujew, dem diese augenblickliche, gefällige Veränderung der Mienen nicht entgangen war, geriet in Empörung. Ein dringendes Verlangen, wie es ihn oft packte, stieg ihm auch jetzt zu Kopf: sie anzubrüllen, jemand mit dem Fuß zu treten, zu schlagen ...
— — So! Euch gefällt alles, wozu ich Lust habe? Schön! ... In seinem Gehirn loderten tolle Worte auf, doch er blieb still und senkte nur hilflos die Augen.
„Nein, warum bist du so ... Rate mir doch!“ drängte Maria Sergejewna kokett; Mishujew merkte, daß sie sich jetzt nur an ihn klammerte, damit kein anderer herausspüre, was sie in ihm mit heißem Schrecken erriet.
Jetzt fühlte er Mitleid mit ihr; es erwärmte ihn. Doch in seiner Seele wurde es noch trüber und hilfloser.
„Nimm den mit blauem Band ... Der steht dir am besten,“ sagte er klanglos.
„Wirklich!“ Erfreut lächelte ihm Maria Sergejewna zu.
Sie hob beide Hände zum Kopf, und unter der weißen Bluse sah er plötzlich ihren gekrümmten Rücken wie nackt; — weich und erhaben. Ein Verkäufer, der geknöpfte Lackschuhe trug, ließ einen schüchtern-lüsternen Blick über sie gleiten, begegnete aber plötzlich den Augen Mishujews. Im Augenblick klappte er zusammen, sein Gesichtchen wurde schlaff und bedeckte sich mit einer Maske von Gefälligkeit und Furcht.