Die Mutter war über die Frage nicht im geringsten verwundert, weil Lande darüber klar sein mußte, ob er weiter studieren könnte oder nicht.
„Nicht viel, Wanja ...“ sagte sie traurig, während sie an etwas anderes dachte. „Hier das Haus, und dann die Pension hat man mir, Gott sei Dank, nicht zu schlecht bewilligt. Aber an Bargeld haben wir nur vier Tausend.“
„So dachte ich es auch. Das Haus und die Pension gehören dir selbstverständlich, Mama, und das Geld, erlaube, daß ich es jetzt nehme — ich brauche es ...“ Lande empfand im gleichen Augenblick, daß ein schweres, banges Gefühl seine Seele durchströmte.
„Ah ja ... nimm, nimm es ... es ist dir ja auch vermacht worden ...“
Die Mutter sah Lande nachdenklich an und strich mit der Hand über sein Haar.
„Was willst du denn damit anfangen?“ fragte sie still und zärtlich, ihm wie einem Kind zulächelnd.
Nicht für einen Augenblick kam Lande der Gedanke, ihr es zu verschweigen. Er sah ihr in die Augen schlicht und klar, sein Gesicht wurde heller, und er antwortete freudig:
„Ich will es den Familien der Arbeiter geben, die Werschilow auf die Straße geworfen hat.“
„Was?“ fragte die Mutter. Sie lächelte und sagte: „Ein Dummchen bist du, ganz ein Kind, obgleich du schon einen tüchtigen Bart hast.“
Lande lächelte traurig und schwieg.