Lande lächelte wieder; jetzt hell und zärtlich.
„Irgendwie ...“ er machte eine gleichgültige Handbewegung.
„Dein Herz wird dir schon sagen. Und es ist ja auch weiß Gott keine schwierige Aufgabe.“
„Na, wie du willst!“ Schischmarjow willigte ebenso unentschlossen ein und nahm seine Mütze. Auf einmal tat ihm Lande so leid, daß ihm fast die Tränen kamen. Im Zimmer war es etwas ungemütlich, leer, man hatte den Eindruck mönchischer Einsamkeit. Lande sah krank und trübe aus. Gegen seinen Willen fand Schischmarjow seltsam und unbegreiflich, daß ein Mensch, der eine so gute, große Tat vollbrachte, nicht Freude und Stolz in seinen Mienen zeigte.
„Er ist ein sonderbarer Mensch!“ dachte Schischmarjow, und dieser Gedanke schwächte in ihm, fast unmerklich für ihn selbst, das Gefühl für Lande und dessen Tat ab.
„Auf Wiedersehen, mein Lieber!“ sagte Lande.
„Wanja!“ rief hinter der Tür die zitternde Stimme der Mutter.
Ein schmerzlicher Zug strich um Landes Lippen.
„Geh, Lieber!“ sagte er leise, aber fest zu Schischmarjow.
Schischmarjow stand verlegen da. Das Geld brannte ihm in der Hand, als wenn es gestohlen wäre.