„Nein, ich werde von Ihnen fortgehen. Es ist für uns schwer, zusammen zu leben, es geht nicht gut: Sie werden mich nicht so leben lassen, wie ich möchte; und ich werde Sie quälen ... Lieber will ich allein leben.“

Die Mutter riß die Augen auf; das Blut schwand langsam aus ihrem Gesicht.

„Wanja ... was sprichst du!“ stammelte sie entsetzt.

Lande seufzte still, kam auf sie zu, sank in die Kniee und fing an, ihre tränennasse Hand zu küssen. Sie blickte auf seinen Kopf mit den weichen, schwachen Haaren, und fühlte, wie ein unüberwindliches Unglück auf sie heranrückte.

„Weine nicht, Mutter, du teure! ... So wird es besser sein ...“ sprach Lande kaum vernehmbar mit schwacher, zitternder Stimme.

VI

Marja Nikolajewna saß am offenen Fenster und schaute unverwandt, in Gedanken versunken auf die lange Straße, deren eine Seite von grünlich-blauem Mondenschein überflutet war, während die andere im tiefen Dunkel lag. Fern flimmerten hell und kühl die Sterne, schwarze Bäume standen wie versteinert im Mondschein. Es war leer und kühl.