„Scher dich zum Teufel!“ kreischte, außer sich vor Wut Ssemjonow, und seine kranke, gespannte Stimme zerschnitt die Luft, wie ein Peitschenhieb. „Raus mit dir!“

Firsow sah ihn stolz an, setzte die Mütze auf und öffnete die Tür.

„Dieser halbkrepierte Hund!“ sagte er abgesetzt mit unendlichem Haß und Genuß, hinter der Tür. „Schweigen sollte der wenigstens, wenn er schon von Gott geschlagen ist! Will auch noch mit den andern weiter!“

Lande stand blaß und kopflos mitten im Zimmer und lächelte unbeholfen. Ssemjonow sah ihn an und begann sich, wie verschämt über seine Wut, immer noch zitternd und nach Luft ringend, anzukleiden.

„Gott! ... Soviel Haß und Grimm, und weshalb? Habe ich denn ...“

Ohne aufzublicken, warf Ssemjonow still hin: „Du mußt das einfach nicht beachten ...“

Aber Lande hörte ihm nicht zu. Er hatte nur das einzige, unüberwindliche Bedürfnis, sofort, ohne Verzug, den Haß und Grimm auszulöschen, die neben ihm und, wie ihm schien, durch seine Schuld emporgelodert waren, weil er nicht verstanden hatte, ihnen vorzugreifen, und die ihm jetzt unerträglich das Herz verbrannten; ohne Überlegung stürzte er kopfüber aus dem Zimmer.

„Wo willst du hin?“ rief Ssemjonow. Er erschrak über dieses unnötige und seiner Ansicht nach erniedrigende Vorhaben Landes.

„Ich komme gleich wieder ...“ murmelte Lande, lief die Stufen herunter und stürzte auf den Flügel zu, in dem Firsow wohnte. Die Tür war zugeschlossen; Lande prallte hart an ihr zurück.

„Firsow! Machen Sie auf!“ schrie Lande; er klammerte sich an die Türklinke.