Hinter der Tür konnte man nichts als dumpfes, triumphierendes Schweigen hören, es schien, daß gleich hinter ihr jemand verborgen war, der sich in geheimem Vergnügen sein Schweigen auskostet. Lande drehte und rüttelte an der Klinke.
„Firsow! Es ist ein Irrtum! machen Sie auf — ich will Ihnen alles erklären ... Machen Sie auf!“
Firsow ließ nichts von sich hören. Lande sah sich mit traurigen Augen um, biß sich auf die Lippe, um nicht von seinem Schmerz überwältigt zu werden, und trat zurück.
Aus dem Garten kam die zarte, schlanke Ssonja, vor der Sonne von einem durchsichtigen weißen Kopftuch geschützt, unter dem große Augen forschend und düster hervorblickten, auf ihn zu.
„Wanja,“ sagte sie streng und ernst, „gehen Sie von hier fort, Sie erniedrigen sich.“
„Ssonjetschka,“ erwiderte Lande ernst, „kann man denn das lassen? Es ist doch entsetzlich, sinnlos ... Wozu, weshalb diese Wut?“
„Er ist ein Schuft, ein Stück Dreck, ein Nichts!“ sagte Ssonja überzeugt. „Er haßt Sie schon lange, weil Sie besser sind als er ...“
„Ach, was Sie für dummes Zeug reden, Ssonja!“ wehrte Lande ab.
„Es ist wahr!“ rief Ssonja beharrlich und riß das Kopftuch herunter.
„Na, mag sein ... Nicht darum handelt es sich, Ssonja, wer besser oder nicht ... Nicht das ist wichtig.“