„Ich begleite Sie, Marja Nikolajewna!“ sagte Molotschajew; aus seiner Stimme hörte sie gebieterischen Willen.
Ein ganz eigenartiger Schreck bemächtigte sich ihrer.
„Ich bleibe hier bei Ssonja,“ sagte sie, obgleich sie zuvor nicht daran gedacht hatte.
Molotschajew wurde tiefrot, und wieder stieg ein wollüstig-rachsüchtiges Gefühl in ihm langsam empor.
„Das ist schön!“ rief Lande freudig. „Gerade mit Ihnen möchte ich jetzt sprechen!“
Molotschajew überflog ihn mit einem Blick; widerwärtige Eifersucht sog an seinem mächtigen, schönen Körper und warf ihn in ohnmächtigem Grimm zusammen.
„Wie Sie wollen ... Auf Wiedersehen! Gehen wir, Schischmarjow!“
In Ssemjonows Zimmer war es leer und kühl. Marja Nikolajewna hatte sich an das Fenster zum Garten gesetzt, Ssonja faßte ihre weichen Knie, und Lande stand neben ihr.
„Warum wollten Sie gerade mit mir sprechen?“ fragte Marja Nikolajewna und lächelte.
Lande lächelte ebenfalls aber freudig.