Lande nahm mechanisch den Zettel und las:

„Um Gotteswillen, lassen Sie mich in Ruhe! Vielleicht bin ich schlecht, garstig, aber Sie quälen mich. Ich kann nicht, ich hasse Sie, Sie sind mir ekelhaft ... Wie Ungeziefer!“ Das letzte war mit schiefen, unnatürlich eingedrückten Buchstaben angefügt.

„Ich muß sie allein lassen!“ schwirrte Lande durch den Kopf.

„Schön, sage dem Gnädigen Fräulein, ich komme nicht mehr ...“ sagte er fest, nahm seine Mütze und ging fort. Er trug das Gefühl endloser Ohnmacht in sich, wie ein Mensch, der sich einer steilen Mauer gegenüber sieht, die er nicht übersteigen kann.

„Ich muß fortgehen, abreisen ... irgendwohin, um ihr keine überflüssigen Schmerzen zu machen,“ dachte er.

Es war schon ganz dunkel, als ihn Tkatschow auf der Straße anrief. Schwarz und mager trat er irgendwo aus der Dämmerung auf ihn zu.

„Iwan Ferapontowitsch, — um Gotteswillen ... ich muß Sie sprechen ... Ich lauere schon den dritten Tag Ihnen auf.“

Lande blieb erfreut stehen.

„Guten Abend, Lieber! Warum sind Sie nicht zu mir gekommen? ... Sie hätten mir wirklich sehr viel Freude gemacht ...“

Tkatschow lächelte verlegen, während er Landes Hand mit seinen rauhen Fingern drückte.