Als sie ans Ende der Promenade gekommen waren, hatten alle das Gefühl peinlicher Öde; sie verstanden, daß es Zeit sei, auseinander zu gehen. Der General fiel vollständig zusammen. Er wußte nicht, wie er ihrem Zusammensein ein Ende machen sollte, wurde unschlüssig, trippelte mit den Füßen und redete blödes Zeug über den Abend, das Meer, das Jaltaer Leben. Mishujew schwieg und antwortete nur einige Male ohne aufzublicken:

„Ja, das ist richtig ...“

„Sehen Sie mal, Fjodor Iwanowitsch ...“ begann wieder der General, aber gerade da zupfte ihn die Tochter am Ärmel und sagte, mit abgewendetem Blick, leise, aber fest:

„Es ist Zeit, nach Hause zu gehen, Papachen ... Mir ist kalt.“

„Sofort, sofort, Kindlein,“ beeilte sich erfreut der General. — „Nun, auf Wiedersehen, Fjodor Iwanowitsch, auf Wiedersehen.“

Er drückte lange die Hand Mishujews; er konnte sich nicht entschließen, fortzugehen. Er hatte das Gefühl, daß noch etwas fehle. Njurotschka wartete schweigend, blaß und traurig. Ihr taten alle leid — sie selbst, der Vater, und Mishujew und das Helle und Schöne, das gekommen und wieder vergangen war. Es war ein Gefühl des Mitleids und der schweren Verletzung, das ihr fast Tränen herauspreßte.

Sie lachte nur beim Abschied, über irgend eine Bemerkung des Vaters, schwach und abgerissen, auf, warf aber doch das Köpfchen in den Nacken und zeigte ihr reines zartes Kinn.

In der letzten Minute rührte sich in ihr eine warme Empfindung und sie sagte mit klingender Stimme:

„Fjodor Iwanowitsch, darf ich Sie bitten, mit zu uns heranzukommen.“

„Danke schön,“ erwiderte Mishujew kühl.