„Aber vielleicht doch! Was, Emmchen? Man kann doch nie wissen, nicht wahr?“

Er fragte zum Scherz, aber gegen seinen Willen blieben seine Blicke eine Weile mit geheimer Frage an ihren Augen hängen. Sie lachte und warf sich zurück, ihre Augen verschleierten sich, während sich ihr offener, flaumweicher Busen und die kräftigen, gewölbten Schenkel in geheimer Lust ausreckten. Doch gleich sorgte sie sich, daß es Parchomenko nicht merke und blickte zu ihm hinüber.

Der aber schien wirklich alle ihre verborgenen Gefühle und Wünsche abzulesen. Die frühere Grausamkeit huschte über sein schwarzbärtiges Gesicht. Einige Augenblicke sah er sie scharf an, wobei sein einer Augenwinkel zitterte; plötzlich leuchtete er in brutalem Entzücken auf.

„Hören Sie, meine Herren!“ rief er, auf den Stuhl springend, „wir sind unserer drei ...“

„Fünf!“ korrigierte ihn spöttisch Podgurski.

„Und nur ein Weib! Alle auf die eine — das wäre eine Barbarei! Ich schlage vor, Emma zu verlosen!“

„Pfui!“ Emma tat entsetzt.

„Oder nein ... nicht verlosen! ... Lieber, wissen Sie was: eine amerikanische Auktion machen! Das wird amüsant! Wer höher bietet! ... Hier — für eine ‚Liebes- und Freudennacht‘!“

„Eine herrliche Idee!“ stimmte ihm der Börsianer voller Achtung bei.

„Was? Nicht wahr! Podgurski, Sie werden den Auktionator machen! ... Emma, her auf den Stuhl ... Bluse runter! Die Ware soll offen vor uns liegen!“