„Wissen Sie das Neueste? Opalow hat gestern bei Parchomenko dreizehnhundert Rubel gewonnen!“

„Wirklich?“ Mishujew gab sich mit gutmütiger Liebenswürdigkeit den Anschein, als ob es ihn sehr interessierte.

„Ja, und wissen Sie, was er zuerst getan hat? ... Hat sofort die Emma beim Kragen genommen und sie irgendwohin geschleppt, und so eilig, daß er sogar seine Krawatte liegen ließ ... Das muß eine Wonne gewesen sein.“

„Nicht viel brauchte er wohl, um in Wonne zu leben!“ lächelte Mishujew.

„Für Sie mag das nicht viel sein, aber für Opalow, dessen Weib in einem Flanellschlafrock herumläuft und alle drei Monate schwanger wird, der eine Fünfundzwanzigrubel-Kokotte aus dem Elysium für den Gipfel weiblichen Reizes hält, für ihn ist es eine neue Welt — von Parfüms, Spitzen, Luxus, gepflegtem Körper, verfeinerter Wollust! Oh!“

Mit verächtlicher Gutmütigkeit dachte Mishujew, daß das für einen so armen Kerl wie Opalow wirklich ein Glück sei; in ihm regte sich fast etwas wie Neid.

„Wissen Sie was? ...“ Podgurski wurde plötzlich lebhaft: „fahren wir ins Kasino?“

„Was sollen wir dort anfangen?“

„Wie, was? spielen!“ rief Podgurski mit einer Stimme, als hätte er Mishujew etwas äußerst Erfreuliches mitgeteilt.

„Aber, wozu ...“ gab Mishujew matt zur Antwort. „Zu langweilig.“