— — Na, sei’s so ... dachte Mishujew. Vielleicht ist es zum guten ... Irgendwie werde ich schon damit fertig werden.
Auf dem Dampfer ging es lustig und farbig zu. Viele Frauen in schönen Kleidern, mit Blumensträußen in der Hand, gaben ihm ein festliches Aussehen, und als auf dem Vorderteil unerwartet Musik zu spielen begann, glich das Ganze einem fröhlichen Ausflug. Die Fahrgäste teilten sich in Gruppen, zwischen den Damen tauchte bald der Kapitän auf, der in seinem schneeweißen Kittel halb wie ein Geck, halb wie ein Seemann aussah. Scherze, Lachen, weibliche Ausrufe erschollen. Und hinter dem Schiff schäumte das Meer und schwamm in die vergehende Ferne zurück.
Im blauen Nebel zogen grüne Ufer und rosige Berge vorbei. Auf einem Felsvorsprung lag ein weißes Kloster hoch über dem Meer und schwebte lange, wie eine Möve, in der Luft, bis es in der blauen Weite zerfloß. Das Meer rollte und bewegte sich, die weißen Wellen hoben sich und fielen nieder.
Unermüdlich schritt Mishujew auf dem Verdeck auf und ab, schaute auf das verschwindende Ufer und sann nach. In seiner Seele klang und schmerzte ein trauriges, hoffnungsloses Gefühl.
Wohin fahren? Wozu? dachte er, während sein Blick gleichgültig über Meer und Ufer schweifte, die er schon so oft gesehen hatte — hier, wie an der Küste Italiens und in Ägypten — und die ihm von der ergreifenden, blauen Schönheit der Natur, die das Herz des Menschen frei wie einen Vogel an einem hellen Sommertag macht, nichts mehr zu sagen wußten.
Nur fiel es ihm auf, wie eigentümlich die Möven kreischten, die den Dampfer begleiteten.