Nikolajew, dessen Augen noch immer glänzten und der aussah, als ob er auf etwas in sich lauschte, lächelte selig und froh.

Sie schwiegen lange, jeder von seinen starken Gedanken erfüllt. Hinter der Tür zerfloß eine prächtige glanzvolle Stimme. Es schien gar nicht eine Frau zu sein, die dort sang.

Beim Souper in dem hellen eleganten Speisezimmer, am Tische, der mit glänzenden Flaschen und frischen Blumen vollbestellt war, saßen Mishujew und Nikolajew so fröhlich und animiert wie noch nie. Alle anderen schwiegen und hörten ihnen ehrfurchtsvoll zu.

Nikolajew erzählte Mishujew von seiner Idee, eine neue Zeitschrift zu gründen, die die besten jungen Kräfte vereinigen sollte. Er schlug Mishujew vor, für dieses Unternehmen Geld zu geben, und dieser war mit Freude einverstanden.

Alles schien ihm jetzt herrlich, gut und voll Leben. Alles war von Nikolajew reflektiert und belebt; er ließ von ihm kein Auge.

Nikolajews Frau, eine bekannte Sängerin, die Frau mit den grauen Augen, nahm sich besonders der beiden an, machte sich in einem fort um Nikolajew zu schaffen, als umschlinge sie ihn mit ihrer Zärtlichkeit, Sorgfalt und Schönheit.

Sie scheint ihn wirklich aufrichtig zu lieben! dachte Mishujew und empfand jetzt auch zu ihr warme freundschaftliche Zuneigung. Was für Menschen versteht er, an sich zu ziehen? Nicht wie ich ... Er seufzte mit bitterem innerem Lächeln.

„Und was meinen Sie, Ssergej Petrowitsch,“ wandte sich ein Herr mit gefälligem Ausdruck in seinen feuchten jüdischen Augen an Nikolajew, „werden Sie Tschetyrjow zur Mitarbeit an Ihren ‚Lebenden Gedanken‘ einladen?“

„Darüber wird besser später entschieden werden,“ antwortete Nikolajew flüchtig, aber über sein Gesicht glitt ein unangenehmer Schatten.

Mishujew fiel es auf, daß eine Minute lang Schweigen eintrat, und daß in den großen Augen der Frau, die mit weißen Händen eine Schüssel reichte, ein scharfer feindseliger Ausdruck aufzuckte.