„Lieben Sie auch Wasnitzow?“ fragte Iwanow, wartete aber nicht auf die Antwort, sondern lief fort, um das Geschirr zu holen. Ssanin erzählte Pjotr Iliitsch, daß Semionow gestorben sei.
„Mög’ ihm das Himmelreich beschieden sein,“ so ertönte es wieder wie aus einem Bierfaß zurück. Und nach kurzem Schweigen fügte Pjotr Iliitsch hinzu: „Nun gut, so ist also alles vollbracht.“
Jurii sah ihn nachdenklich an und empfand mit einemmal Sympathie für den Alten. Iwanow kam zurück, brachte Brot, saure Gurken und Weingläser. Er stellte alles auf dem Tisch zurecht, der mit Zeitungspapier bedeckt war, und mit einem kurzen Schlag der Handfläche gegen die Flaschenböden trieb er die Pfropfen hinaus, ohne einen Tropfen zu verschütten.
„Das ist geschickt!“ lobte Pjotr Iliitsch.
„Man merkt es doch gleich, wenn ein Mensch sein Handwerk versteht,“ scherzte Iwanow selbstgefällig und goß die grünlich-weiße Flüssigkeit in die Gläschen ein.
„Nun, meine Herrschaften,“ er nahm sein Glas in die Hand und erhöhte seine Stimme, — „auf die Ruhe der Seele und alles sonstige.“
Man griff zum Essen und trank bald mehr und mehr. Es wurde nur wenig gesprochen. Zumeist tranken sie.
In dem kleinen Zimmer wurde es bald heiß und dumpf. Pjotr Iliitsch zündete eine Zigarette an und überschwemmte alles mit blauen Streifen schlechten Tabaksqualmes. Von dem Wodka, dem Rauch und der Hitze begann Jurii der Kopf zu schwindeln.
Er erinnerte sich wieder an Semionow: „Eine dumme Geschichte ist der Tod!“
„Warum denn?“ fragte Pjotr Iliitsch, „der Tod, — oho — aber im Gegenteil, er — er ist ja etwas durchaus Notwendiges. Der Tod, — und wenn man ewig leben sollte. Oho! — Nehmen Sie sich in acht, — — so zu sprechen. Ewiges Leben — was ist das? ...“