„Ich — nein, nicht! Zu sterben habe ich gewiß keine Lust. Das ist eine dumme Geschichte und es ist ganz ohne Vergleich vergnüglicher zu leben ... Aber wenn es denn einmal zum Sterben kommt, gut, ich mache mit. Ich sterbe innerhalb einer Stunde und ohne jeden Apparat.“

„Du stirbst nicht und weißt deshalb nichts davon,“ sagte Ssanin lächelnd.

„Das stimmt auch,“ Iwanow lachte auf.

„Alles das haben wir schon gehört,“ Jurii sprach plötzlich mit trübseliger Erbitterung. „Reden kann man vieles, aber Tod bleibt Tod. Er ist an sich entsetzlich. Und einem Menschen, der sich — — — nun, der sich von seinem Leben Rechenschaft gibt, dem muß dieses im Keim tödliche, gewaltsame Ende jede Lebenslust ertöten.“

„Was hätte das für einen Sinn? ...“

„Auch das haben wir schon gehört,“ unterbrach ihn spöttisch Iwanow, der plötzlich ebenfalls erbittert wurde. „Ihr meint alle, daß nur ihr ...“

„Welchen Sinn hat es?“ fragte nachdenklich Pjotr Iliitsch.

„Aber gar keinen,“ brüllte Iwanow mit derselben unbegreiflichen Erbitterung.

„Nein, das ist unmöglich,“ erwiderte Jurii. „Alles um uns ist zu weise.“

„Na, ich denke, es gibt nichts Gutes,“ meinte Ssanin.