„Dasselbe!“ antwortete Ssanin mit seiner zärtlichen Stimme, und schaute Jurii mit hellen Augen, ohne zu blinzeln, ins Gesicht.
Iwanow zog die Augenbrauen an, sah mißtrauisch auf Ssanin und schwieg. Auch Jurii sprach nicht mehr; aus irgend einem Grunde wurde es ihm bänglich in diese hellen, klaren Augen zu sehen, und doch bemühte er sich wieder, seinen Blick nicht zu senken.
Einige Minuten war es still; man hörte deutlich, wie sich ein Nachtfalter, einsam und verzweifelt, an der Fensterscheibe zerschlug. Pjotr Iliitsch schüttelte traurig den Kopf, während er sein betrunkenes Gesicht auf eine Zeitung gesenkt hielt.
Ssanin lächelte immer noch.
Dieses beständige Lächeln reizte Jurii und zog ihn gleichzeitig an. — — — Wie hell seine Augen sind, dachte er unbewußt.
Ssanin stand plötzlich auf, öffnete das Fenster und ließ den Falter heraus. Wie ein großer weicher Flügelschlag rauschte eine Welle reiner kühler Luft durch die Stube.
„Ja,“ sagte Iwanow auf seine eigenen Gedanken eingehend, „es gibt verschiedene Leute. Also darum, Rest weg.“
„Nein,“ Jurii schüttelte den Kopf, „ich trinke nicht mehr.“
„Warum?“
„Ich trinke überhaupt wenig.“