Erfreut willigte Jurii ein. Nachdem er nach Hause gekommen war, bastelte er zwei Stunden lang am Gewehr herum, beschaute es gut, paßte sich den Riemen über den Schultern zurecht, legte den Kolben an und zielte gegen die Lampe; mit aller Sorgfalt schmierte er sich selbst die alten Jagdstiefel.

Am andern Tag kam Rjäsanzew gegen Abend zu ihm, um ihn auf einem Begunki — einem leichten Wagen, zwischen dessen vier Rädern ein gepolstertes Brett liegt, auf dem man rittlings sitzt — abzuholen.

„Sind Sie fertig?“ rief er heiter zu Jurii ins Fenster hinein.

Jurii, der sich schon Gewehr, Jagdtasche und Patronen aufgepackt hatte, trat verlegen lächelnd, aus dem Hause; er verwickelte sich fortgesetzt in den Jagdutensilien.

„Fertig, fertig!“ sagte er.

Rjäsanzew war leicht und bequem angezogen und schaute mit einer gewissen Verwunderung Juriis Ausrüstung an.

„So wird es Ihnen unbequem werden. Nehmen Sie vorläufig lieber alles herunter. Wenn wir an Ort und Stelle sind, legen Sie es wieder an.“

Er half Jurii, die Ausrüstung wieder abzulegen und sie im Holzkasten des Wagens unterzubringen. Dann fuhren sie im schnellen Trabe davon. Der Tag ging zu Ende, doch noch war es heiß und staubig. Das Stuckern der Räder schnellte das Sitzbrett des Wagens auf und nieder; — Jurii, der das Fahren in diesem kleinen Jagdwagen nicht gewohnt war, mußte sich am Sitz anklammern. Rjäsanzew lachte und sprach ohne Aufhören, und Jurii blickte mit vollem Vergnügen auf seinen starken Rücken, der von einem unter den Achseln durchschwitzten Seidenrock dicht überspannt war; unwillkürlich machte er es ihm im Lachen und Scherzen nach.

Als sie auf die Straße hinauskamen, und die dürren Feldgräser leicht ihre Füße streiften, wurde es frischer und der Staub hielt sich am Boden. An einem unendlich ebenen, mit Wassermelonen bestandenen Gemüsefeld hielt Rjäsanzew das schweißbedeckte Pferd an und rief in seinem vollen Bariton, indem er beide Hände hohl um den Mund legte, anhaltend: „Kusma! Kusma!“

Zwerghaft kleine Menschen, die am anderen Ende des Gemüsefeldes kaum sichtbar auftauchten, starrten eine Zeitlang unbeweglich auf die Schreienden, bis sich schließlich einer von ihnen loslöste und langsam zwischen den Furchen herüberschritt. Endlich ließ sich erkennen, daß es ein großer Bauer war, mit langem Vollbart und mit herabhängenden knochigen Armen. Er kam auf sie zu und sagte mit breitem Lächeln: