„Guten Tag, Anatoli Pawlowitsch, du hast es aber raus, — das Schreien.“
„Guten Tag, Kusma, was machst du? Kann ich das Pferd bei dir einstellen?“
„Kann bei mir stehen,“ sagte ruhig und freundlich der Bauer, das Pferd am Zügel greifend. „Soll wohl auf die Jagd gehen, nicht? Und wer werden jener Herr sein?“ fragte er zutunlich auf Jurii blickend.
„Der Sohn von Nikolai Jegorowitsch,“ antwortete Rjäsanzew heiter.
„So? ... Das merkt sich doch gleich, daß der Herr unsrer Ludmilla Nikolajewna ähnlich sind.“
„Ja?“ Jurii berührte es aus irgend einem Grunde angenehm, daß dieser alte, freundliche Bauer seine Schwester kannte und sie so einfach und nett erwähnte.
„Nun, gehen wir also,“ sagte Rjäsanzew, indem er unter dem Vordersitz Gewehr und Tasche hervorholte und sich umlegte.
„Weidmannsheil,“ rief ihnen Kusma nach und man hörte, wie er auf das Pferd einsprach, während er es zu seiner Hütte führte.
Bis zum Sumpf hatten sie noch gegen einen Werst zu laufen, und die Sonne war schon völlig im Untergehen, als der Boden saftiger und allmählich von frischem Wiesengras, Rohr und niedrigem Weidengebüsch bedeckt wurde. Wasser blinkte vor ihnen auf, es roch nach feuchter Luft. Die Dämmerung senkte sich, immer dunkler werdend, nieder. Rjäsanzew hörte auf zu rauchen, und wurde plötzlich ganz ernst, als trete er an ein wichtiges und verantwortungsvolles Werk. Jurii ging von ihm nach rechts ab, und wählte sich hinter dem Rohr ein trockeneres und zum Stehen geeignetes Fleckchen. Grad vor ihm lag das Wasser, das in der hellen Abendröte rein und tief aussah; hinter ihm schimmerte das andere Ufer herüber, doch völlig zu einem schmalen, schwarzen Streifen zusammengezogen.
Fast im selben Augenblick tauchten Enten auf, und strichen zu zweien und dreien, schwer mit den Flügeln schlagend an ihnen vorüber. Zuerst schoß Rjäsanzew und erfolgreich. Ein von ihm getroffener Enterich stürzte, sich in der Luft überschlagend, nieder und prallte irgendwo abseits auf, wobei das Wasser hoch aufspritzte und die Rohrstengel mit Geräusch durchschlagen wurden.