„Weidmannsheil,“ schrie Rjäsanzew und lachte laut auf.
— — — Im Grunde genommen ist er doch ein sehr guter Kerl, dachte Jurii plötzlich.
Dann schoß er und ebenfalls mit Glück; doch diese von ihm getötete Ente konnte er später nicht auffinden, trotzdem er sich die Hände an den Rohrstengeln zerschnitt und bis an die Knie ins Wasser geriet. Von jetzt ab schien ihm alles, was passierte, vergnüglich zu sein. Das Pulver verbreitete in der durchsichtigen, kühlen Luft über dem See einen eigenartig reizvollen Geruch und bei jedem Schuß leuchteten unter dem hellen Geknatter die Feuerfunken zwischen dem dunkelgewordenen Grün auf.
Die getroffenen Enten überstürzten sich ebenfalls schön und zierlich am Hintergrund des hellroten Himmels, bis die Abendröte zerrann und die ersten funkelnden Sterne schwach hervortraten.
Jurii empfand einen ungewöhnlichen Zustrom von Kraft und Freude; er glaubte, noch niemals etwas so Interessantes und Lebensvolles mitgemacht zu haben. Doch schließlich flogen die Enten immer seltener auf und das Zielen wurde in der dichten Dämmerung immer schwieriger.
„Ehoi!“ rief Rjäsanzew, „Zeit nach Hause zu fahren.“ Jurii tat es leid, die Jagd abzubrechen, aber er schritt doch Rjäsanzew entgegen, ohne die Wasserlachen zu seinen Füßen zu vermeiden; er platschte durch die Pfützen und blieb im Rohrgestrüpp hängen. Mit glühenden Augen und freien Atemzügen trafen sie zusammen.
„Nun, wie steht’s?“ fragte Rjäsanzew. „Hatten Sie Glück?“
„Und wie!“ Jurii zeigte auf seine gefüllte Jagdtasche.
„Sie schießen ja besser als ich,“ rief Rjäsanzew erfreut.
Jurii war dieses Lob angenehm, trotzdem er bisher geglaubt hatte, daß er auf physische Kraft und Gewandtheit keinen Wert zu legen brauche. „I wo denn besser,“ sagte er selbstgefällig. „Einfach Glück, das ist alles.“