„Jurii Nikolajewitsch,“ gab dieser mit fast zuvorkommendem Lächeln zur Antwort. Er fühlte sich etwas deplaziert, aber dieser alte Bauer, mit dem halb russischen, halb ukrainischen Dialekt, gefiel ihm ausnehmend gut.
„Jurii Nikolajewitsch, gut! So, nun sind wir also Bekannte. Setze dich, Jurii Nikolajewitsch.“
Jurii und Rjäsanzew ließen sich am Feuer nieder, nachdem sie sich zwei schwere harte Kürbisse herangewälzt hatten.
„Nun zeigt doch, was ihr geschossen habt,“ bat Kusma voll Interesse.
Ein Haufen Enten fiel aus den Jagdtaschen und bedeckten den Boden mit Blut. Beim flackernden Feuerschein hatten sie ein sonderbares und unangenehmes Aussehen. Das Blut war wie schwarz und die zusammengekrampften Krallen schienen sich zu bewegen. Kusma befühlte einen Enterich unter den Flügeln.
„Fett ist er,“ sagte er billigend. „Du solltest mir doch ein Pärchen hier lassen, Anatoli Pawlowitsch. Wozu brauchst du so viele?“
„Nehmen Sie die meinen alle,“ schlug Jurii lebhaft vor, errötete aber sofort über seinen Eifer.
„Wozu denn alle? Sieh welch ein guter Kerl,“ lachte der Greis. „Und ich möchte nur ein Pärchen, damit jeder was hat.“
Auch die anderen Bauern und Weiber kamen herbei, um die Beute zu sehen. Aber als Jurii die Blicke vom Feuer weglenkte, konnte er nichts unterscheiden. In der Dunkelheit schien bald das eine, bald wieder ein anderes Gesicht, je nachdem es von dem Feuerschein getroffen wurde.
Ssanin blickte stirnrunzelnd auf die getöteten Vögel, rückte etwas beiseite und stand rasch auf. Es wurde ihm peinlich, auf die toten Tiere zu sehen, wie sie in Staub und Blut mit zerschmetterten Flügeln herumlagen. Jurii verfolgte mit Neugierde das Leben um sich her, biß gierig in die Schnitten der reinen saftigen Wassermelonen, die Kusma mit einem Taschenmesser mit gelbem Horngriff absäbelte.