„Dummer, wofür? ... Für alles! ... Warst du niemals selbst verliebt? Er ist doch so gut, so nobel — — —“

Schön, kräftig, wollte Ljalja hinzufügen, aber sie errötete tief in der Dunkelheit und brach kurz ab.

„... Kennst du ihn denn auch jetzt?“ fragte Jurii. Ach, man sollte doch nicht davon reden, dachte er mit Trauer und Erregung, — wozu? Natürlich ist er für sie der Allerbeste in der Welt.

„Anatoli hat kein Geheimnis vor mir,“ gab Ljalja mit unterdrücktem Triumph zur Antwort.

„Bist du dessen sicher?“ lächelte Jurii verzerrt in dem Gefühl, daß es nun keinen Halt mehr gab.

In der Stimme Ljaljas klang eine unruhige Schwäche, als sie erwiderte: „Natürlich, was denn sonst?“

„Nichts, — ich meinte nur so,“ sagte Jurii erschrocken.

Ljalja schwieg. Man konnte nicht verstehen, was in ihr vorging.

„Vielleicht weißt du irgend etwas darüber,“ fragte sie plötzlich und ihr sonderbar krankhafter Ton überraschte und ängstigte Jurii.

„Ach nichts, was sollte ich wissen und besonders über Anatoli Pawlowitsch. Ich meinte nur so.“