Jurii drehte sich im Augenblick nach ihr um, wandte sich aber gleich wieder ohne ein Wort seinen Büchern zu. Mit ihrem blassen Gesichtchen und den großen umschatteten Augen, erschien sie ihm ganz erstaunlich schwach und bemitleidenswert.

... Ach wozu, wozu hab ich ihr nur diese Geschichte erzählt, dachte er. Für mich selbst ist es ja noch ganz unklar. Und überhaupt ist das für alle Menschen eine verdammt ungeklärte Frage. Nun erst für ihr kleines, winziges Herzchen ... Wozu habe ich das zusammengeredet? ...

Er riß sich beinahe die Haare aus.

„Gnädiges Fräulein,“ rief das Zimmermädchen in der Türe, „Anatoli Pawlowitsch sind gekommen ...“

Jurii blickte wiederum erschrocken auf Ljalja, doch als er ihrem starren Märtyrerblick begegnete, meinte er unschlüssig zu Schawrow:

„Haben Sie Charles Bredlaugh gelesen?“

„Ja! Wir haben es mit Dubowa und Karssawina zusammen gelesen. Eine interessante Sache!“

„So? ... Ja, sind die Mädchen schon wieder zurückgekommen? ...“

„Gewiß!“

„Wann,“ fragte Jurii und unterdrückte seine Erregung.