Der Bursche trat herein. Ein winziger sommersprossiger Kerl, mit Federn überdeckt. Krumm und schlapp suchte er seinen Körper in die vorschriftsmäßige Haltung zurechtzurücken und dabei Tanarow ins Auge zu fassen.

„Hochwohlgeboren erlauben zu melden, daß, wie Ihre Hochwohlgeboren Bier verlangt hatten, dieses Bier grade alle ist.“

Mit aufflammender Wut sah Sarudin unwillkürlich Tanarow an.

— — — Na, da haben wir’s wieder. Hol ihn der Teufel. Das wird ja schließlich unerträglich. Er weiß doch, daß ich selbst keinen Groschen übrig habe und da läßt er sich noch Bier holen.

„Auch der Wodka wird alle,“ fügte der Bursche hinzu.

„Aber scher dich doch zum Teufel ... Was, du mußt doch noch zwei Rubel haben. Kaufe eben, was nötig ist.“ Sarudin winkte in wachsendem Zorn dem Burschen, abzutreten.

„Garnichts! ... Nichts ist übrig geblieben.“

„Was heißt das? ... Was lügst du da? ...“ schrie ihn Sarudin an und blieb stehen.

„Wie Seine Hochwohlgeboren befohlen haben, der Waschfrau zu bezahlen, so habe ich ihr einen Rubel siebzig Kopeken bezahlt, und dreißig Kopeken habe ich in Ihre Hochwohlgeboren Arbeitszimmer auf den Tisch gelegt.“

„Ach ja,“ warf Tanarow, mit geheuchelter Nachlässigkeit ein, während er rot wurde und sich aufregte, „ich habe es ihm gestern gesagt. Weißt du, es war schon peinlich, die ganze Woche lief das Weib mir das Haus ein.“