Rote Flecken erschienen auf den festen, glattrasierten Wangen Sarudins und unter ihrer feinen Haut gerieten die Backenknochen in zitternde Erregung. Schweigend ging er im Zimmer auf und ab. Mit einemmal blieb er neben Tanarow stehen.
„Hör einmal,“ sagte er mit seltsam zitternder, scharf verletzender Stimme, „ich möchte dich doch bitten, nicht über mein Geld zu verfügen ...“
Tanarow errötete über und über und geriet in Bewegung.
„Hm, was ist das? ... Diese Kleinigkeiten ...“ murmelte er verletzt und zog die Schultern zusammen.
„Dabei handelt es sich garnicht um die Kleinigkeiten,“ entgegnete Sarudin ihm mit grausamen Vergnügen, als müßte er sich an ihm rächen. „Nein, um ein Prinzip. Aus welchem Grunde sage bitte, ...“
„Ich ...“
„Nein, ich muß dich ganz entschieden darum bitten,“ fiel ihm Sarudin hartnäckig mit demselben niederdrückenden Ton ins Wort. „Und schließlich könntest du dich doch in solchem Fall zunächst einmal an mich wenden. Auf diese Weise, das ist wirklich sehr wenig angenehm.“
Tanarow bewegte hilflos die Lippen und senkte die Augen; er zupfte mit zitternden Fingern an dem Perlmuttermundstück seiner Zigarrenspitze. Sarudin wartete noch eine Weile auf Antwort, dann drehte er sich jäh um und machte sich, mit dem Schlüssel rasselnd, an der Tischschublade zu schaffen.
„Hier, kaufe, was du brauchst!“ schrie er den Burschen zornig an und reichte ihm eine Hundertrubelnote.
„Zu Befehl,“ sagte der Soldat, machte linksum kehrt und ging hinaus.