„Ah Teufel!“ Er rief es, wütend über den Schmerz, aber noch mehr darum, weil das Klappern seiner Zähne sehr unerwartet und komisch war.
Obgleich es Lyda selbst garnicht bemerkt hatte, fühlte sie unwillkürlich, daß die Situation für Sarudin lächerlich geworden war. Und mit weiblicher Grausamkeit nützte sie diesen Umstand aus.
„Was sind das für Ausdrücke,“ äffte sie höhnisch.
„Das kann jeden in Wut bringen, denke ich. Wenn man wenigstens wüßte, um was es sich handelt.“
„Und das merken Sie noch immer nicht?“ Lyda behielt noch immer die gleiche Ironie bei.
Schweigen trat ein. Lyda sah ihn gerade an und ihr Gesicht flammte auf. Plötzlich begann Sarudin rasch und gleichmäßig blaß zu werden, als wenn eine graue Decke von außen über seine Mienen gezogen würde.
„Nun, weshalb schweigen Sie? ... Sagen Sie doch etwas! Trösten Sie doch! ...“ Lydas Stimme brach in einen hysterischen Schrei ab, vor dem sie selbst erschreckte.
„Ich? ...“ Sarudins Unterlippe zitterte.
„Gewiß! Kein anderer! Leider sind Sie es gerade!“ schrie sie, fast erstickt von bösen, verzweifelten Worten, die den letzten Schleier der Feinheit zwischen ihnen zerrissen und mit einemmal aus ihnen eine verzerrte Bestie herausbrechen ließen.
Reihen von Gedanken durchschlüpften blitzschnell, einem Schwarm flinker Mäuse gleich, das Hirn Sarudins. Sein erster Gedanke war, Lyda Geld zu geben, damit sie die Frucht abtreibe und der Sache ein Ende mache. Aber trotzdem er das für das Beste hielt, wagte er es nicht vorzuschlagen.