Hoshijenko schwieg verwundert, als ob ihm etwas ganz Unerhörtes gesagt worden wäre.
„Jurii Nikolajewitsch,“ fuhr Ssanin lustig fort, „seien Sie mir nicht böse, wenn ich Ihnen vorhin etwas derb gekommen bin. Ich sehe, daß in Ihnen tatsächlich ein Zwiespalt vorgeht.“
Jurii errötete; er war unsicher, ob er sich verletzt fühlen müsse oder nicht. „Wieso? ... Weshalb ein Zwiespalt? ...“ Ebenso wie auf dem Herwege berührte ihn auch jetzt die zärtliche, beruhigende Stimme Ssanins angenehm.
„Das wissen Sie doch selbst,“ erwiderte ihm Ssanin lächelnd. „Und auf dieses kindische Unternehmen hier, da, wirklich, da muß man einfach spucken; sonst läßt man es sich tatsächlich noch zu nahe gehen.“
„Hören Sie mal,“ schrie Hoshijenko wieder tief errötend. „Sie erlauben sich aber zu viel.“
„Weniger als Sie.“
„Was — als ich?“
„Denken Sie nur,“ sagte Ssanin lustig. „In jedem Ihrer gehässigen Worte liegt sicher viel mehr Grobheit und Taktlosigkeit, als in einem vergnügten von mir.“
„Ich verstehe Sie nicht!“
„Das ist nicht meine Schuld.“