Woloschin sah sie nicht an; im Vorbeigehen blickte er sich fortgesetzt um und starrte auf Karssawina, die voranschritt.
„Noch hier!“ lachte Ssanin.
Dieses Lachen bezog Sarudin auf sich; er empfand es als eine Ohrfeige. Das Blut stieg ihm ins Gesicht, in der Kehle stickte der Atem; er fühlte sich von einer unüberwindlichen Macht fortgerissen. Rasch trennte er sich von seinen Begleitern und schritt in großen Sätzen auf Ssanin zu.
„Was wünschen Sie?“ fragte dieser. Er war mit einem Mal ernst geworden; er betrachtete nur interessiert die dünne Reitgerte, die Sarudin unnatürlich in der Hand hielt. — — — Ach, welch ein Dummkopf, dachte er mit Aufregung und Mitleid.
„Ich habe mit Ihnen ein paar Worte zu reden,“ keuchte Sarudin heiser. „Meine Forderung hat man Ihnen überbracht.“
Ssanin neigte leicht bejahend den Kopf und sagte einfach, während er noch immer auf die Reitpeitsche des Offiziers sah: „Ja!“
„Und Sie weigern sich entschieden ... diese Forderung ... wie es einem Menschen mit Ehrbegriffen geziemt ... eh, anzunehmen?“ Sarudin sprach undeutlich, aber mit erhobener Stimme, die er selbst kaum mehr erkannte. Er erschrak vor ihr und dem kalten Handgriff der Reitpeitsche, die sich jetzt besonders fest in seine verschwitzten Finger drückte; dabei war er vollständig unfähig, den einmal eingeschlagenen Weg wieder zu verlassen.
Es kam ihm vor, als wenn im Park mit einem Mal völlige Luftleere eingetreten wäre.
Alle blieben stehen und hörten auf seine Worte.
„Das ist doch aber ...“ Iwanow wollte sich zwischen Ssanin und Sarudin drängen.