„Ja, allerdings ein kräftiger Bursche,“ Iwanow schloß sich ihm befriedigt an.

„Widerwärtig,“ Jurii ekelte es.

Karssawina sah schüchtern zu ihm hinüber. „Aber er ist doch garnicht schuld ... Er konnte doch nicht warten, bis ...“

„Ja,“ Rjäsanzew steckte eine unbestimmte Miene auf. „Aber auch gleich so zuzuschlagen. Das Duell wurde ihm doch angeboten.“

„Es ist reizend, ganz reizend ...“ Iwanow zuckte empört mit den Achseln.

„Nein, eigentlich ... ein Duell wäre Dummheit gewesen,“ gab Jurii nachdenklich zu.

„Selbstredend,“ Karssawina stellte sich sofort auf seine Seite.

Aber auf Jurii machte es den Eindruck, daß sie sich freue, Ssanin rechtfertigen zu können und das reizte ihn sofort zu neuem Widerspruch. „Aber auch auf diese Weise ist es ja nichts anderes als ...“

„Bestialität ... wie Sie wollen!“ sagte ihm Rjäsanzew vor. Jurii dachte, daß Rjäsanzew der satten Bestie selbst nicht allzu fern stände. Doch er wollte nicht auch mit ihm noch Zank beginnen; er schwieg und war froh, als sich Karssawina mit Rjäsanzew herumstritt und Ssanin ebenfalls scharf verurteilte.

Karssawina, die von Juriis Gesicht einen geärgerten Zug aufgefangen hatte, suchte ihn wieder zu versöhnen, indem sie auf seine Meinung einging, obgleich ihr Ssanins Kraft und Entschiedenheit imponierte. Als Rjäsanzew dann aber über Kultur zu sprechen anfing, schien ihr selbst seine Meinung falsch und unbegründet und sie fand ganz wie Jurii, daß er nicht fähig sei, darüber zu urteilen.