Jurii legte sich schlafen, doch das Licht beunruhigte ihn, der Kopf schmerzte, und vor seinen Augen zuckte etwas schmerzlich ohne Unterbrechung hin und her.

XXXIV

Am frühen Morgen, als die Sonne noch schräg und weich niederstrahlte, gingen Iwanow und Ssanin zur Stadt hinaus.

Der Tau glänzte unter der Sonne und funkelte in vielen Feuerchen; im Schatten wurde das Gras unter ihm silbergrau. An den Seiten des Weges gingen entlang den dürren, alten Weiden Pilger zum Kloster; ihre roten und weißen Kopftücher, Bastschuhe, Röcke und Hemden leuchteten bunt in den Lichtbüscheln, die durch die Zaunspalten hindurchdrangen.

Vom Kloster her wurden die Glocken geläutet. In der Morgenruhe klang ihr kräftiger Ton wie ausgewaschen; in besonderer Reinheit dröhnte er über die freiliegende Steppe, flog wahrscheinlich bis an die stillen Wälder heran, die wie eine Fata Morgana dicht am Rand des Horizonts blau schimmerten. Auf dem Wege klang scharf und abgebrochen die Glocke eines zurückfahrenden Dreigespanns; laut schallten die derben, geschäftlich klingenden Stimmen der Pilger dazwischen.

„Wir sind früh aus den Federn gekrochen,“ meinte Iwanow.

Ssanin schaute sich fröhlich um. „Wahrhaftig, wir haben Zeit, den Tag abzuwarten.“