„Und was stört dich, auch für dieses andere zu leben? ...“

„Nun, das ist schon eine komplizierte Geschichte.“

„Durch was kompliziert? ... Ueberhaupt, sage mal, was fehlt dir denn eigentlich? ... Du bist ein junger Kerl; hübsch, gesund ...“

„Und das ist, wie sich herausstellt, im Grunde sehr wenig,“ erwiderte Nowikow mit gutmütiger Ironie.

„Wie soll man dir das beibringen. Viel ist das, sehr viel sogar.“

„Und für mich nicht genug ...“ Nowikow schmunzelte ein wenig. Und aus diesem Schmunzeln konnte Ssanin entnehmen, daß ihm das Lob über seine Gesundheit, Kraft und Schönheit angenehm gewesen war. Er wurde sogar ein wenig verlegen und errötete wie ein junges Mädchen auf der Brautschau.

„Dir fehlt nur eins,“ sagte Ssanin nach einer Weile.

„Und das wäre? ...“

„Der richtige Blick fürs Leben ... Siehst du, du fühlst dich von der Einförmigkeit deines Lebens bedrückt. Aber wollte dir jemand vorschlagen, alles beiseite zu werfen und deiner Nase nachzulaufen, so wärest du einfach platt. Vor Staunen.“

„Wohin? ... Vielleicht als Landstreicher?“