— — — ach alles zum Teufel jagen zu können, — — er nahm das Glas und goß es in einem Zug hinunter.
Im selben Moment fühlte er sonderbarerweise das dringende Verlangen, Iwanow möchte diese Heldentat bemerken und vor ihm Achtung bekommen. Und hätte Iwanow es in diesem Augenblick auf irgend eine Weise angedeutet, würde Jurii zu ihm Freundlichkeit und sogar Zärtlichkeit empfunden haben, aber er rührte sich garnicht, und sofort bezwang dieser den herabwürdigenden Wunsch. Er wurde von der nackten ekelhaften Empfindung einer Unmenge Wodka, die in seinen Därmen brannte und ihm in die Nase stieg, bis zur Uebelkeit gepeinigt.
„Bravo, Jurii Nikolajewitsch, bei Gott,“ rief Schawrow.
Durch dieses Lob fühlte sich Jurii nur beschämt.
Er suchte mit Mühe die Wodkawelle, die an seinen Mund heranquoll, zu überwinden. Lange konnte er unter dem physischen Ekel, der ihn durchschauerte, nicht zu sich kommen. Er schob die Speisen auf dem Tisch hin und her, fand etwas und ließ es dann wieder liegen. Alles schien ihn wie Gift anzuekeln.
„Ja, bei solchen Menschen hüte ich mich, sie Menschen zu nennen,“ vernahm Jurii, als er wieder zu sehen und hören begann, Pjotr Iliitschs gewichtigen Baß.
„Du hütest dich davor ... Bravo Onkelchen,“ gab ihm Iwanow schadenfroh zurück. Trotzdem Jurii nicht den Anfang des Gesprächs gehört hatte, erriet er dennoch an dem Ton, daß sich die Rede auf Menschen wie ihn bezog.
„Ja, da hüte ich mich. Ein Mensch muß ... ein General sein,“ bekundete Pjotr Iliitsch deutlich und gemessen.
„Ist aber nicht immer möglich ... Wie steht es denn mit Ihnen selbst? ...“ bemerkte Jurii, ohne hochzublicken, unter bitterem Zittern über die empfundene Kränkung.
„Ich ... gewiß doch, ... ich bin ein General ... im Innern meiner Seele.“