„Aber fürchtest du dich nicht, nachher allein übers Feld zu laufen,“ fragte Grischa solide.

„Ich werde sie doch bis zur Stadt begleiten.“

„Und wo bleibt dann Ihre Gesellschaft? ...“

„Die saufen sich hier noch bis zum Morgen durch. Und sie sind mir auch so schon zur Genüge über.“

„Nun, wenn Sie so freundlich sein wollen. Dann kannst du ja gehen, Grischa.“

„Auf Wiedersehen. Fräuleinchen.“

Der Knabe schien sich wieder plötzlich in dem Gesträuch zu verlieren. Karssawina blieb mit Ssanin allein.

„Geben Sie mir Ihren Arm, sonst könnten Sie noch vom Berg abstürzen.“

Karssawina reichte ihm den Arm; sie fühlte mit eigenartig beklemmender und stickiger Erregung seine eisenharten Muskeln, die sich unter dem dünnen Hemd bewegten. So gingen sie durch den Wald zum Flusse hinunter, stießen sich unwillkürlich an und empfanden bei jedem Schritt die Elastizität und Wärme ihrer Körper. Im Walde stand eine ununterbrochene Finsternis, als ob sie ewig wäre, und es schien, daß es dort keine Bäume gab, sondern nur diese dichte, wärmeatmende Finsternis.

„Oh, wie dunkel ...“